Da Castello

„Das mache ich nachts …“ 

Kennen Sie das? Sie haben ganz bestimmte Vorstellungen und finden nicht das passende Produkt? So ging es mir im Frühjahr 2016 mit unseren Terrassenmöbeln. Die Polster hatten nach mehr als 10 Jahren ihren Dienst geleistet. Etwas Vergleichbares konnte ich nicht finden und ein Kompromiss war keine Option. 

Also nähte ich unsere neuen Polster selbst. In vielen Nachtschichten entstanden Sitzpolster nach unseren Wünschen mit unseren Lieblingsmotiven – Toile de Jouy. Nach den Stühlen brauchten natürlich auch unsere Deckchairs ein dazu passendes Gewand. Hinzu kamen passende Tischdecken und lose Kissen. Der Sommer konnte kommen. Die Terrasse war herausgeputzt. Die Gartenbänke der Kinder passten natürlich gar nicht mehr dazu. Also bekamen auch diese einen neuen Look - Hussen mit praktischem Gummizug.

 

 


Es dauerte nicht lange und die ersten Freunde und Freunde unserer Freunde fragten, ob ich ihnen auch solche Polster nähen könnte.So entstand quasi über Nacht DA CASTELLO.
Die alte Nähmaschine meiner Mutter war im Dauerbetrieb – meist bis in die Nacht, wenn die Kinder schliefen und ich mich an unserem Esstisch ausbreiten konnte. Da ich gerne Teamplayer bin, holte ich eine Freundin an Bord – ihr gestalterisches Talent und Gefühl für Farben ergänzen unsere Zusammenarbeit wunderbar.

Plötzlich waren die Polster nicht nur Auflagen für unsere Gartenstühle – es wurden Modelle, die jetzt Namen trugen. Es folgte die Gestaltung eines Logos und Visitenkarten - alles abends am Eßtisch - denn wir bereiteten unsere erste Ausstellung für Country Secrets in Rixdorf vor. Viele Nachtschichten und fleißige Helfer machten unser erstes Event möglich. Und es blieb nicht das letzte. Wir trafen auf anderen Veranstaltungen wunderbare Menschen, die uns ermunterten, weiterzumachen. Wir haben viel von unseren Mitstreitern gelernt und zahlreiche ihrer Tipps umgesetzt.


So sind in der Zwischenzeit neue Artikel entstanden und die Produktfamilie wächst. In den meisten Fällen ist es noch immer so, dass wir die Dinge zunächst für uns selbst nähen, da es das, was wir suchen, nicht so gibt, wie wir es gerne hätten.

Glücklicher Weise gefallen unsere Produkte auch anderen und so sitzen wir auch heute noch an unseren Nähmaschinen und tüfteln. Inzwischen haben wir uns Hilfe geholt, wenn unsere Neuheiten in kleine Serienproduktion gehen oder uns ganz individuelle Anfragen erreichen, die wir gerne umsetzen. Dabei ist es uns wichtig, unsere Region zu unterstützen und vor Ort zu produzieren.

Im wahrsten Sinne „handmade with love next door“.